Anton Günther
Anton Günther
Lieder · Mundart · Erzgebirge
Anton Günther
Anton Günther
Lieder · Mundart · Erzgebirge
Werkverzeichnis · 129 Lieder

Die Liederblätter, geordnet.

Die Liederblätter von Anton Günther — gesammelt mit Mundarttext, Notenfaksimile und den Original-Liedpostkarten ab 1895.

Verzeichnis im Aufbau · Stand 2026

№ 001Verzeichnis-Nummer des LiedesK-IVerweis auf Liedpostkarte (historische Nummerierung, römisch)
SORTIEREN
TitelJahrThema
Erscheint auf Karte(n):K-012

1. Da Sonn steicht hentern Wald drüben nei, besaamt da Wolkn rut, a jeder lecht sei Warkzeich hie on schwenkt zen Gruß sän Hut. 's is Feieromd, 's is Feieromd, 's Tochwark is vullbracht, 's gieht alles seiner Hamit zu, ganz sachta schleicht da Nacht. 2. On übern Wald a Vöchela fliecht noch sän Nast zu. Ven Dörfl drübn a Glöckl klengt, dos maant: lecht eich ze Ruh. 3. Do zieht's wie Friedn dorch dr Brust, 's klengt als wie a Lied, aus längst vergangina Zeitn rauscht's gar hamlich dorch's Gemüt. 4. Gar manichs Harz hot ausgeschlogn, verbei is Sorch on Müh', on übern Grob ganz sachta zieht a Rauschn drüwer hie.

Quelle ↗
ORIGINALAUFNAHME · 1921–1929 · PD
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Ich bie a Groshahner, schtieh früh zeitlich auf, mit dr Saf' ofn Buckl gieh'ch of dr Wies' nauf. On do hahn ich halt fläßisch, bis da Schwiodn dort liegn, tu mei Saf' wiedr wetzn, deß da Fonkn wag fliegn, on nort aß ich mei Brot on mân Kas, mân Kas, on Omd tängl ich mr wiedr mei Saf'. Refr.: On do hahn ich halt fläßich bis Schwiodn liegn. 2. Ho ich 's Bulla vull Kemml on a halbs Kawl Brot, a baar Quarke mi Buttr, do ho ich schtammfoot. Refr.: On do hahn ich halt usw. 3. Mei Pfeif die muß brenna, ifs garfüchtich oder schü, on ich bie emmr lustisch, wenn ich Grosh hahna gieh. Refr.: On do hahn ich halt usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Da Gutsgoh is doch überall en Arzgeberch bekannt, weil dort da grötztn Kältn sei wie nergust en ganzn Land. On wenn gleich Aner da Nos desfreet, bo sacht mr dort hält aa: Es kömmt nischt üwer de Gemütlichkeit; Hm ti te ra ta tan, es kömmt nischt üwer de Gemütlichkeit. Hm ti te ra ta tan. 2. En Gutsgoh do sei schüna Mad, dos muß a jeder sogn, war sich dort obn verheicern will, dar darf når Nana frogn. Doch sei ja hält is ganza Gahr a fu a motterlao, wenn hält noch a baar meh Boffn warn. Hmtiteratatos. 3. Wenn Aner mit ener Madl do amol en Wertshaus lacht, do werd schu nort en andern Toch a Dominklich zammgentacht, do haßt, er hot sa hamgefehrt on feiern tonnela ao, dos gieht en ganzn Stadtl rem. Hmtiteratatos. 4. En Sommer is de ons ganz schü, do is da besta Zeit, do fah mr en da Schwomma gieh, da Schwarzbeer sei net weit, dr Hert-Bebb treibt da Küh früh aus, en ocha fah mr na nei, do bleft r en eria Waldhorn nei. Hmtiteratatos. 5. Na is en Sommer en schän Haus, da Schwammasupp besamm, gebofine Knödla mit Greislbeer on a Kaffeetopp drnamm. Do werd nu tüchlich neigelecht, Töpp Kaffee säft mr pnos, nort kömmt noch ena Pfeif Towak drnamm. Hmtiteratatos. 6. Zen Fäst do is dr Teifl los, do sieht mr lauter Narrn, do sei nu Budn lia on gruß, of dr Reitschoul fah mr fahren. Of dr Stroch sei Leit on en Wertshaus is ka Plozl meh ze sah, on wu mr hie kömmt härt mr nischt nie. Hmtiteratatos. 7. En Sonnich wenn da Kerch aus is, do giebt ka Mad net dahamm, ar gieht en de Powerenz gustehn, denn sifer war la Labn. Do werd ve dan on gin geredt, ve da Weiser on ve de Gemoa, 's werd a manich Stamperla neigeferzt. Hmtiteratatos. 8. On Wenter en Weihnacht rem do is schu pfarisch kalt, do liecht dr Schnee schu ernobn, en Stadtl wie en Walt. On fah mr aa, wenns klämt on schneit, ze ken Fenster meh naufsah, do setzt mr sich aweng of dr Ufnbank. Hmtiteratatos. 9. Da Mad die sign en Wenter Omd ben Klipplsack besamm, do werd geschickert on gelacht, 's werd manich Zobl aufgobn. War oft obn dabei sei kämt, do kämt mr wos hörn on sah, denn do giebt's üwer da Boffn nei. Hmtiteratatos. 10. Do krieche en Tol Nachern, dr Schüd-Seff mit de Harmenie tut ja eita Gahr nei sehren. Da Mad die henna, wenns rautwarts klebt ben Mod schü ema sboa, on de Seff dar spielt en Radetzkymarsch. Hmtiteratatos. 11. En Wiesatol, wenn Gahrmarkt is, do laft nu Alles nei, a jeder waß doch ganz gwies, deß da Gocn billich sei, da Gocn kostn an Güldn när on da Gauserei kost zwoa, ower billich is en Wiesatol. Hmtiteratatos. 12. Do krieckt mr gutn Wei, da Musst spielt a Liedl auf, drum kehren da Leit garn ei, dr Wei dar schmeckt on trecht sich gut, doch dârf mrsch net verlah, denn wenn er nauf en Nichil steicht klebt. Hmtiteratatos. 13. En schünstn is da ons drhamm, wenn Aner feiern tut, do henna da Leit on Fanster drah nit wâr da gröftsta Nut. A Fremde tracht, wod is denn dos, dos ho ich noch net gesah: Nu da ons do haßt mrsch of de Supp. Hmtiteratatos.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Ich gieh' en da Schwamma, früh wenn d'r Toch grät, wenn de Vögl schü' senga, gieh' ich über d'r Had'. 2. On komm ich en Wald nei, bi' ich wie drham, mich kennt a jed's Flackl, ích kenn jed'n Bam. 3. Ofn erschte'n Blick sah' ich's an Fichtl schuh' a', eb onter de Est wu a Pilzl schtieh kä'. 4. Su laf ich en Wald 'rem, bergauf un' bergo, on' such' a su lang, bis ich's Sackl vull ha'. 5. Wie schü' is' en Wenter, hot mer Schwamma en Haus, do macht mer ena Supp' oder Schwammasoß draus. 6. Ich bi 'a Schwammagieher on bleib' a' drbei. Ich gieh' en da Schwamma, su lang' Schwamma sei.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

Ich bie a Klipplmadl, dreh is Zwernsfadl, sitz' ben Klippelsackl álla Omd, loss da Klipl sprenga, thu mir Liedl senga, on' bi' flässich, dess der Arm oft brommt. Klipp klapp, klipp klapp, Klippl klipp klapp ...

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Ach Gott, wu sei denn gena Gahr'n, wu sei die Zeitn hie, wie ich noch gong on rüftisch war on konnt mit'n Ranzn gieh. Ja itza pärt sich Allis auf, da Hâar sei weiß wie Schnee, on greif ich erschl'ofn Kopp bo rauf, uje uje uje je. Refr.: O du guta ålta Zeit, wie lacht mer mei Harz vull Freid, wenn ich dent an gena Gahr, wie ich gong on rüftisch war. 2. Wos war ich fer a luftich's Blut, mit alla Salb'n gschmert, war ah aweng en Madna gut, ho manichs hamgesefert. Ich ho ah manichs Liewa Nacht ist aufgetanzt bis fräh, ower itza werd mr ausgelacht, da Baa wolln nemmr gieh. Refr.: O du guta ålta Zeit usw. 3. Ze meiner Zeit do hot mr noch ve taner Bah gewufst, do hob'n hält, wenn mr ra'n wollt, da Baa fest har gemußt. Wu da Vorbn ho mr ah manichs a schü's baar Guldn kriecht, ower itza sieht be dr grötztn Ploch nischt raus aus dr ganzen Gschicht. Refr.: O du guta ålta Zeit usw. 4. B' reimgera'st war ich überall, als Bordnmaß bekannt, ho viel gesagt, bi manichsmal ah naus als Musitant, ho Gelch gespielt on Flöt hequ, a Liedl war mei Zahn, ower itza is mit Alln schu Nus, nu haßt's: Seff, blei' drham. Refr.: O du guta ålta Zeit usw. 5. Mei Frah die mußt ven Geberch sei, ho's net andersch zsammgebracht, ich konnt mit Muln on Djugern üst, ho immer ah ehn gebacht. Sie war owerlaber ah ena schüna Mad, wie sa gong on rüftisch war, ower itza, ach du liewer Gott, hot sa ah schu grawa Hâar. Refr.: O du guta ålta Zeit usw. 6. Mei Pfeif die is mr'd Liebsta noch, su is's be aln Leit, sie is of meina altn Toch mei bester Zeitvertreib. On werd mr amol da Zeit racht lang, bo mach ichs hält a su: ich seg mich hie of dr Ufnbant mit dr Pfeif on sing dru. Refr.: O du guta ålta Zeit usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Dr Hânnis is gânga zen Nannl of dr Freid, 's is Wenter gewas'n on dr Wach wâr verschneit, ar is be Neideck'haus en schtockfostener Nâcht, wollt garn sah' wos sei Nannl en Barnichar mâcht, on dr Hânnis gieht of Barnichar zu. Refr.: Hânnis, trau fei net za viel, da Mad die treibn oft fâlisch Schpiel, da Lieb' die is ja freilich schü, doch muss mr da Mad verschtieh. 2. Ar kömmt 'n Kreizwach, 's wâr allis verweht, robnachwarz wâr da Nâcht on en Wach sieht ar net, do härt'r ven Welfn, wie's Zwolfa schlogn thut, nu denkt sich dr Hânnis: itza hots a ka Nuth, on dr Hânnis dar gieht hâlt drauf zu. Refr.: Hânnis, trau fei net za viel, usw. 3. Ar gieht den Geleit'n noch, 's wâr ka Schlepp'n-Bâh', doch kömmt'r noch Barnichar an ehr'n Heisla â, dr Hânnis schmasst en Schneebâlln zen Fensterla nauf, on 's Nannl en dr Kammer mâcht ganz sachta auf, on dr Hânnis dar hot gar ka Ruh'. Refr.: Hânnis, trau fei net za viel, usw. 4. Bebb, bist du's? sacht 's Nannl, nu hi sackermânt, sacht dr Hânnis voll Archer, nu pfui Teifl, die Schând! alsa Bebb hast'n itza, is dos a Bericht! meistwagn kastn nama, ich kriech Mad genuch, on dr Hânnis gieht en Wertshaus itzn zu. Refr.: Hânnis, trau fei net za viel, usw. 5. Drauf sitzt'r en Wertshaus bis en andern Toch früh, denkt: steich's mr ofn Buckl, uhna der werds schu gieh', ower Poss'n gelab' fei kan Mâdl of dr Walt, die schmern an an'r â on sei fâlisch wie's Geld, on Poss'n is is Sej a su. Refr.: Drem Poss'n, trau fei net za viel, usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Als Gong bi ich gange übern Berg nauf in Wald. Ho gepfiffen on gesonge, deß wie weit hot geschallt. 's hobn de Lering getrillert huch drubn in der Luft, on in Walle do hot halt immer der Kuckuck geruft: Refr.: Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck. 2. Do ho ich wie lang hintern Fichtel gelauscht; schie still is gewaasen, nâr der Wald hot gerauscht. On konnt ich 'n Kuckuck nirgnst saah on nirgnst spürn, do ho ich halt salber in Wald neigeschriern: Refr.: Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck. 3. De Zeit is vergange, ich mußt fort ve derham, mußt mei Haamit verloßen, en Wald on de Baam. Doch ich ka 's net vergassen, mich zieht's immer hi, wu ich als klaaner Gong naus in Wald gange bi. Refr.: Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck. 4. Es Frühgahr kimmt wieder on der Schnee tut zegieh. Mer hart lustige Lieder of de Wiesen wird 's grie. Es ändert sich manichs, vergieht mit der Zeit, nâr der Kuckuck, daar schreit in Walle, wie gemol noch heit: Refr.: Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Is kömmt nischt üwerin Pfeif Towâk, is kömmt nischt üwer dr Pfeif, is kömmt nischt üwerin Pfeif Towâk, is kömmt nischt üwer dr Pfeif. Denn da Pfeif vertrâbt an Kömm'r on Sorg'n, drem rach ich heit, drem rach ich morg'n, is kömmt nischt üwerin Pfeif Towâk, is kömmt nischt üwer dr Pfeif. 2. Eb Sommer on Wenter, 's is allis aas, is kömmt nischt üwer dr Pfeif, do racht mr da Pfeif ganz uhna Schpas, is kömmt nischt üwer dr Pfeif. En Sommer wenn mr en Wâld 'naus gieht, on en Wenter wenn mr ben Ufn sitzt. Refr.: Drem kömmt nischt üwer dr Pfeif usw. 3. En da Schwamma gien on ka Pfeif mit hobn, is kömmt nischt üwer dr Pfeif, dos brengt mr doch gewies net zamm, is kömmt nischt üwer dr Pfeif. Denn wenn mr en Wâld a su remkrieng thut, do schmeckt ena Pfeif noch amal asugut. Refr.: Drem kömmt usw. 4. On wenn ich amol en Kopp voll ho, is kömmt nischt üwer dr Pfeif, do zend ich mr hâlt a Pfeif'ala, is kömmt nischt üwer dr Pfeif. Nort bi ich wieder lustisch, wenn dr Towâk glüht on dr Rach esu en dr Nos remzieht. Refr.: Drem kömmt usw. 5. Nonga Assin is ena Pfeif wos wart, is kömmt nischt üwer dr Pfeif, ich kenn nischt Schânersch of dr Ard, is kömmt nischt üwer dr Pfeif. On wenn sa nemmr brennt, werd sa ausgekloppt on wieder ena neia âgeschloppt. Refr.: Drem kömmt usw. 6. Mei Pfeif die mâcht mr emmr Freid, is kömmt nischt üwer dr Pfeif, drem rach ich a ze jeder Zeit, is kömmt nischt üwer dr Pfeif. On wenn sa racht dâmmt is mr âllamol fei; drem soch ich a emmer on bleib drbei: Is kömmt nischt üwerin Pfeif Towâk, is kömmt nischt üwer dr Pfeif.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Mundart

Deitsch on frei, deitsch on frei, Wer wullt's annerscht sei? 's Erzgebirg is unser Heim, Dort bleibt's Herz allwei!

Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. In Winter, wenn 's oft störmt on schneit, wenn's wattern tut wie net gescheit, wenn 's Windwehe schmeßt bis an Fanster ra, deß mer oft net naussaah ka, on is derzu racht pfaarisch kalt, deß mer kan Hund nausstußen tut, ja do is an schönnsten of der Ufenbank, wenn es Pfeifel brennt, werd de Zeit net lang, wenn es Feier brasselt is in Stübel warm, do ka's wattern, deß Gott erbarm. 2. On wenn mer Obnd oft hutzen gieht, do is mer fruh, wenn mer es Haifel sieht. Mer muß oft woten bis an de Knie, ober es is waß Gott ganz schie. On kömmt mer nort in Stübel nei, haaßt's: „willkomme, namm når Platz. Komm setz dich mit of der Ufenbank, zünd e Pfeifel a, werd de Zeit net lang, wenn es Feier brasselt is in Stübel warm, do ka's wattern, deß Gott erbarm." 3. On sitzt mer nort racht schie besamm, do is Gemütlichkeit on Laabn. Do werd erzöhlt on Hetz gemacht bis oft nooch Mitternacht. Der Kaffeetopp stieht in der Rähr, waar will, daar schö'ppt sich ei. On do setzt mer sich halt of der Ufenbank, denn ben Kaffeetopp werd de Zeit net lang, wenn es Feier brasselt is in Stübel warm, do ka's wattern, deß Gott erbarm. 4. Hot aaner oft racht weit ze gieh, do muß 'r in Winter viel ausstieh, do zwickt 's in de Hand on in de Ohrn on der Bart is eigefrorn. Ober kömmt mer ham, werd sich ausgezugn, en Schnee dan stampt mer o. On do setzt mer sich halt of der Ufenbank, zünd e Pfeifel a, werd de Zeit net lang, wenn es Feier brasselt is in Stübel warm, do ka's wattern, deß Gott erbarm. 5. De Ufenbank die is aah gut, wenn 's derham e Mol gewittern tut, wenn de Fraa brommt on net aufhärn will, is der Ma ganz aafach still. Er sogt gar nischt on denkt derbei: Die hart schu wieder auf. Er setzt sich halt of der Ufenbank, zünd e Pfeifel a, werd de Zeit net lang, wenn es Feier brasselt is in Stübel warm, do ka's wattern, deß Gott erbarm. 6. On is mer in der Fremd, uje, do sieht mer oft kaa bissel Schnee, ve Gemütlichkeit ist aah kaa Red, on es Hutzengieh kennt mer net. Do denkt mer freilich manichsmol, is mer su e motterlaa: Ach wie schie is derham of der Ufenbank, wenn es Pfeifel brennt, werd de Zeit net lang, wenn es Feier brasselt is in Stübel warm, do ka's wattern, deß Gott erbarm. 7. Of der Walt, do is schu immer e su, do streiten de Leit on hobn kaa Ruh. E jeder will wos Bessersch sei on bild sich enn Stiefel ei. Do is an besten mer nimmt sei Pfeif on lacht sich når aans derzu. Denn an schönnsten is of der Ufenbank, wenn es Pfeifel brennt, werd de Zeit net lang, wenn es Feier brasselt is in Stübel warm, do ka's wattern, deß Gott erbarm.

Quelle ↗
ORIGINALAUFNAHME · 1921–1929 · PD
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Jed's Vögele liebt doch sei Nastel of 'n Baam, sei Nastel of'n Baam. On wenn 's e Mol fortfliegt, fliegt's aah wieder ham, fliegt's aah wieder ham, of senn Baam. 2. Ich waß e klaans Haifel do drubn of der Höh, do drubn of der Höh. Do liegt immer in Winter ene gruße Windweh, ene gruße Windweh, of der Höh. 3. Dort kenn ich jed's Flackel, weil ich dorten haar bi, weil ich dorten haar bi. Denn dort is mei Haamit on mich zieht 's immer hi, mich zieht 's immer hi, wu ich haar bi. 4. In Frühgahr of'n Berg, wenn der Tog früh noch graat, wenn der Tog früh noch graat, schreit der Kuckuck in Walle, singt de Zipp in der Haad, singt de Zipp in der Haad, wenn 's früh graat. 5. Schie is, wenn mer in Sommer aus de Schwarzbeer hamgieht, aus de Schwarzbeer hamgieht, wenn mer hinter de Fichten de Sonn neikriechn sieht, de Sonn neikriechn sieht, wenn mer hamgieht. 6. Ach, wenn ich när fliegn kännt, ich tät nimmer do bleibn, ich tät nimmer do bleibn. Doch e su ka ich nischt machen, wie e Briefel hamschreibn, wie e Briefel hamschreibn, on do bleibn.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
ORIGINALAUFNAHME · 1921–1929 · PD
Erscheint auf Karte(n):K-024 ·K-024b
Mundart

Drauß im Wald, do steht a Bamel, a Vugelbeerbamel su grien. Wenn 'r blieht, do duft 'r su gut, 's ganze Tal in d'r Sonn'n verglieht.

Hörprobe
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Nu saht naus wie's wattern tut, saht naus wie's schneit, heit känn' mr net ham gieh denn dr Wach is za weit. E nu sa ja, e nu sa ja, drem bleibn mr noch a weng do, e nu sa ja, e nu sa ja, drem bleib'n mr noch a weng do. 2. Ja heit be dan Watter do känn' mr net ham gieh, Mr kännt'n sich verlafn on wisst'n net wuhie. Chor: E nu sa ja, usw. 3. Wos wolln mr denn mach'n, wos wolln mr denn treib'n, Be dan Watter iss en best'n, wenn mr do sitz'n bleib'n. Chor: E nu sa ja, usw. 4. Da Ther is' verwattert, da Fanster sei gefrorn, Owerhenna en dan Schtüwl iss gemüthlicher word'n. Chor: E nu sa ja, usw. 5. Heit schlüsst mr kan Hund naus, heit müsst mr drfrern, drem tut når racht flässich en Ufn nei schern. Chor: E nu sa ja, usw. 6. Schenkt når noch a Halwa, a Halwa schenkt ei, Mer bleib'n heit noch lustig — war wass wu mr morgn sei! Chor: E nu sa ja, usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. In Winter Obnd, wenn 's wattern tut, do sitzt sich 's halt in Stübel gut, wenn's draußen wattert, störmt on schneit, do sitzen den Ufen de Hutzenleit. 2. De Bossen zünden ihr Pfeifel a, der Grußvater sitzt an Ufen dra. Daar erzöhlt Geschichten meterlang, do werd 'n Maaden angst on bang. 3. Ume Klippelstock do is e Laabn, do tunne de Maad ihr Zohl aufgaabn. De Bossen erzöhln ve Lieb on Trei, es sei ober aah viel Lügn derbei. 4. Der Potvetter mit der Tobakdus, daar nimmt ene Bries on schnuppt drauf lus. Die andern schnuppen aah derva, on alle fange ze niesen a. 5. Itze, wenn nu alle hungrig sei, do kömmt ene Schüssel voll Ardäppel rei. 'n Quark dan schmiert mer mit 'n Löffel auf, on e Topp Kaffee kömmt ubn drauf nauf. 6. On hobn de Maad ihr Zohl gebracht, do werd e wing Blaatel der Lieb gemacht, aah schwarzer Peter on blinde Maus, zeletzt lacht aans es andere aus. 7. Nu werd dan Alten de Zeit ze lang, do stieht 'r auf ve der Ufenbank, sogt: Alte wolln mer schlofen gieh, denn de Hutzenleit wolln aah hamgieh.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):K-001

1. En d'r Fremd' draus'n, Kenner, Ehr kännt mersch gelab'n; do soch ich när emmer: „drham is' drham“. Do draus'n en dr Walt, ja do gieht's pulnisch zu: wos d'r Ana aufmacht, macht d'r Andera zu. 2. Za gener Zeit, wu mer noch diena mußt' 12 Gahr ben Militär, do stand Aner ve d'r Gutsgoh en Ongern ontern Gewehr, zwölf Gahr mußt' r diena, kamol dorft 'r ham, – en jed'n Brief schrieb 'r: „Motter drham is' drham!“ 3. Da Bordnhannler ras'n viel rem en d'r Walt on hul'n sich of'n Wenter a baar Kreizer Gald. Da Musiker komma a' halb's Gahr lang net ham, ower draus'n sog'n sa alla: „drham is drham!“ 4. On' kemmt Aner 'naus, dar noch net draus'n wär, do dauert's net lang, werd das Sprüchwort a wahr. Ar socht: „drham ka' mer's Hem' en d'r Stub' gleich a'zieh, en d'r Fremd' muß mer drmit of'n Bud'n 'naufgieh“. 5. Dos hot mer meitoch schu' ve' da Alt'n gehährt, on danin hot's wieder ehr Vat'r gelährt. Drem sog'n mer a alla on bleib'n a drbei: „Drham is drham, när drham mächt ich sei“.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. An dr Grenz ve Sachsn, wu de Schwarzbeer wachsn, wu sich Braatnboch hiezieht, wu's nem nooch Hansgörgnstodt gieht, dortn stieht a Wirtshaus, guckt dorch Busch on Baam raus, ubn is aa a Tafl drah, die zeicht's en jedn ah: Dos is de Draakschänk, is weit on braat bekannt, weit rem in Sachsn wie in Böhmerland, on gieht mr dort verbei, do räßt's en jedn nei, war in dr Draakschänk ruht, dar klabt aa gut. 2. Drackit klingt dar Nahma, dos is rachter Sahma, wos do in dan Wirtshaus is, denkt a manicher ganz gewiß, doch sitzt aaner drinna, griecht'rsch aa ball inna, manicher Grienerts is net rut on singt sei Liedl gut. Refrain wie oben. 3. När dos guta Assn, dos mächt mr orndlich frassn, Bier on Wei in Hüll on Füll, alles gut on kost net viel, is mr aweng besoffn, kah mr aa dort schlofn, de ganza Nacht, en ganzn Toch — wenns paßt, de ganza Woch. Refrain wie oben. 4. Neilich war ich drinna, ich worsch aa ball inna, gesonga habn mr on gelacht, bis tief nei in sinkita Nacht, 's Bier war gut on's Assn, ich hett ball drauf vergassn, su a Hetz on su a Labn — ich kam ball nimmer ham. Refrain: Schuld war de Draakschänk, usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Arm on alt on schwach, a ne Ufen dra ganz verlosten on ganz motterlaa, sitzt e Mütterle, denkt on sinnt zerück a vergangne Gahr mit trauring Blick. 's is ja Weihnachtszeit, wu sich alles freit, wu dorch jeden Hüttel Frieden zieht, wu be gong on alt e Weihnachtsliedel schallt on of jeden Baam e Lichtel glüht. 2. Denn ihr aanzigs Kind draußen in der Walt, ruht schu lang in kalter, fremder Erd. Wos ihr alles war, ihr wing Freid on Laabn, ach ihr aanzigs Kind kömmt nimmer ham. 's is ja Weihnachtszeit, wu sich alles freit, wu dorch jeden Hüttel Frieden zieht, wu be gong on alt e Weihnachtsliedel schallt on of jeden Baam e Lichtel glüht. 3. 's Herz voll Traurigkeit, voller Gram on Sorg schlöft dos Mütterle den Ufen ei. Traamt ve Weihnachtszeit on vergangne Gahr, wu ihr aanzigs Kind noch bei rer war. 's is ja Weihnachtszeit, wu sich alles freit, wu dorch jeden Hüttel Frieden zieht, wu be gong on alt e Weihnachtsliedel schallt on of jeden Baam e Lichtel glüht. 4. Silbern scheint der Mond, draußen übern Schnee glitzern friedlich gar viel Sterle hi. Scheint zen Mütterle fei staad on sachte rei, sist wach 's auf, on 's war der Traam vorbei! 's is ja Weihnachtszeit, wu sich alles freit, wu dorch jeden Hüttel Frieden zieht, wu be gong on alt e Weihnachtsliedel schallt on of jeden Baam e Lichtel glüht.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Ich bi e alter Hannelsma, mir sieht's geleich e jeder a. Wu ich haar bi, dos sogt mei Sproch, weil ich kaa uraas Wort vertrog. I nu ja, i nu ja, i nusse ja! 2. Ich ho e Haisel, 's is ganz klaa, on in dan Haisel wuhnt mei Fraa, drei Maad, fünf Gonge, ene Katz on ich, on hinten in Stalle do hängt mei Zieg. I nu ja, i nu ja, i nusse ja! 3. In Sommer gieht mei Hannel a mit Grüzeig, Kümmel on Meiera, in Winter breng ich Avpel on Nüß on Pflaume, die sei zuckersüß. I nu ja, i nu ja, i nusse ja! 4. In Karlsbod bi ich schu gewaast, bi aah nooch Kaaden neigeraast; in Sachsen kam ich aah weit rüm, war in der Walt schu ümedüm. I nu ja, i nu ja, i nusse ja! 5. E jeder Kramer lobt sei War, dos mach ich net es ganze Gahr, denn waar mich kennt, daar kaaft mer o, weil ich — de beste War när ho. I nu ja, i nu ja, i nusse ja! 6. On 's liebe Labn, waar'sch racht betracht, dos is e Hannel Tog on Nacht. On kömmt e Mol der Saasenma, nort gieht der letzte Hannel a. I nu ja, i nu ja, i nusse ja!

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Trauta Lieder här ich wieder, hamlich en dr Mottersproch, on tief drenna en da Wälder klengt dos alta Rauschn noch. Grüß dich Gott, o du mei Arzgeberch, grüß dich Gott, du grüner Wald, o wie garn kehr ich ze dir zerück, wu's su hamlich klengt on schallt. 2. Deina Täler, deina Hüttn, deina Barch vull Wälder grü, konnt ich draußn en dr Fremd erscht racht begreif'n on verschtieh. Refr. Grüß dich Gott, usw. 3. Der g'härt allis, meina Lieder aus dr Brust tief drenna raus, denn du host ja 's schänsta Flackl, drubn of'n Barch mei Vaterhaus. Refr. Grüß dich Gott, usw. 4. Is aa draußn en dr Fremd oft manichs noch su reich on schü, du bist mer doch noch viel liewer, du allaa kast mich verschtieh. Refr. Grüß dich Gott, usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Wie scheint der Mond e su schie drübn übern Bergel dort hi. Wie scheint der Mond su schie drübn übern Bergel hi. 'r will ze menn Maadel noch gieh. 2. Mond, ja wos fällt dir denn ei, därfst ze menn Maadel net nei. Mond, ja wos fällt dir denn ei, därfst net zen Maadel nei. Naa, naa, dos loß när schie sei! 3. 's Maadel gehärt mir när allaa, du brauchst ve ons nischt ze saah. 's Maadel gehärt mir allaa, du brauchst net zuzesaah! De Lieb gehärt när für ons zwaa. 4. Maadel, der Mond läßt kaa Ruh, tut ons när alles zen Huh. Maadel, 'r läßt kaa Ruh tut ons när alles zen Huh. Drüm mach 'n Loden zu!

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Of da Barch do ist halt lustich, of da Barch do is halt schü, do kömmt de Sonn en aller erschtn, scheint sa aa en längsten hie. Wu da Wälder hamlich rausch'n, wu da Had su rötlich blüht, mit kan Känich mächt ich tausch'n, weil dort drubn mei Heisl schtieht. 2. 's Wasser is su klar on kiesich on de Luft weht frisch on raa, drem sei mr aa su schü gewachsn, net gar ze gruß on net ze klaa. Refr. Wu da Wälder, usw. 3. Tief en Wald do wachsn Schwamma, schreit dr Kukuk, sprengt 's Reh, üwer tausnd Beer on Blümla streicht dr Wend drubn of dr Höh. Refr. Wu da Wälder, usw. 4. Zässich, Hanftlich, Grünerts, Stieglitz, allerhand Vögel wunnerschü, senga tausnd schüna Liedla, baun dort drubn ehr Nastl hie. Refr. Wu da Wälder, usw. 5. 's is su hamlich, stell on friedlich, als wär mr ball an Hemml dra, denn dr Mond mit seina Sterla scheint net weit ve ons drvah. Refr. Wu da Wälder, usw. 6. Bie gar weit en Land nei ganga, wu de Mensch'n andersch sein, doch ich bie ball wieder komma: når do drubn, do is mr fei. Refr. Wu da Wälder, usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):K-047

1. Dort wu de Grenz vun Sachsen is, in Wald de Schwarzbeer blüht, dort wu mer heit noch klippeln tut, in Winter hutzen gieht; do stieht net weit vun Wald derva, sieht kla un ärmlich aus, a Hüttel når aus Holz gebaut, dos is mei Vaterhaus. 2. Dort is dos Flackl, wu ich ho is erschte Wort gehärt, dort wu mei Mutter mir als Kind is Baten hot gelehrt, wu ich als Gung de Ziegn ho getriebn zun Stalle naus — wie war ich doch glücklich do derham in Vaterhaus. 3. Do draußen in der fremden Walt, do find ich halt ka Ruh, de Heiser sei do ganz aus Sta, de Menschen aa asu. A jeder singt a andersch Lied, doch mitten drinne raus, do klingt's un ruft's: Vergaß fei net derham die Vaterhaus. 4. Dos Heisel is mei liebster Ort, mei Denkn un mei Treibn, wu ich aa rümlaaf un hiekomm, werd når dos Heisel bleibn. Such ich aa in der Fremd mei Brot, muß ich aa wieder naus, ích kehr halt immer garn zurück, ham in mei Vaterhaus.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Derham in Stübel eng on klaa, do wuhnt Zefriedenheit. Do sitzt mei alt's Grußmütterle, erzöhlt aus alter Zeit. Grußmütterle, Grußmütterle, o laab fei noch racht lang! Erzöhl noch viel aus alter Zeit, Grußmütterle waar net krank! 2. On wenn 's erzöhlt ben Klippelstock, do krieg ich net genug, dos klingt su seltsam, 's kömmt mer vür, als laas ich aus enn Buch. Grußmütterle, Grußmütterle, o laab fei noch racht lang! Erzöhl noch viel aus alter Zeit, Grußmütterle waar net krank! 3. On kömmt de liebe Weihnachtszeit, brennt 's Lichtel of 'n Baam, erzöhlt 's gar viel ve Fried on Freid, on alles lauscht dernaabn. Grußmütterle, Grußmütterle, o laab fei noch racht lang! Erzöhl noch viel aus alter Zeit, Grußmütterle waar net krank! 4. Nu halt ich mei Grußmütterle sulang 's när laabt in Ehrn. Mer hot 's när aamol of der Walt, 's tut nimmer wiederkehrn. Grußmütterle, Grußmütterle, o laab fei noch racht lang! Erzöhl noch viel aus alter Zeit, Grußmütterle waar net krank! 5. Doch 's kömmt e Mol die Zeit mit ra, nort deckt's der Rosen zu, drüm bitt ich onnern Herrgott racht, aar söll 's noch lang net tu. Grußmütterle, Grußmütterle, o laab fei noch rächt lang! Erzöhl noch viel aus alter Zeit, Grußmütterle waar net krank!

Quelle ↗
ORIGINALAUFNAHME · 1921–1929 · PD
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Do draußen, do draußen, do draußen in der Haad, do draußen, do draußen, do weht der Wind su staad. On do weht der Wind geschwind, on daar heilt als wie e Kind. Do draußen in der Haad, do weht der Wind su staad. 2. Do drinne, do drinne, do drinne in der Brust, do drinne, do drinne, do schlägt 's su voller Lust. On do schlägt 's su voller Freid, is hamzu nimmer weit. Do drinne in der Brust, do schlägt 's su voller Lust. 3. Do drubn rüm, do drubn rüm, do drubn rüm of der Höh, do drubn rüm, do drubn rüm, do liegt e Haufen Schnee. On do muß mei Haisel stich, denn dort schmeßt 's ne Schnee immer hi. Do drubn rüm of der Höh, do liegt e Haufen Schnee. 4. Bergaufwärts, bergaufwärts, bergaufwärts gieh ich ham, bergaufwärts, bergaufwärts, do kenn ich jeden Baam. On do kenn ich jeden waag, jed's Flackel, jeden Staag. Bergaufwärts gieh ich ham, do kenn ich jeden Baam.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):K-058
Mundart

Glück auf, Glück auf, dr Steigr kimmt! Und er hat sei helles Licht bei dr Nacht schun angezünd't.

Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Ihr Leitla freit eich alla, guckt naus, wie's draußn graabela schneit! De Weihnachtszeit is komma, vergaßt alln Zank on Streit. O selicha Zeit, o Weihnachtszeit, du brängst ons wieder Friedn, machst onner Harz vull Lust on Freid, o selicha Weihnachtszeit. 2. Wie glänzn hall de Lichtla Berschtuhlnst aus jedn Fansterla raus; denn 's zieht dorch jedn Stüwl 's Bornkennl ei on aus. Refr.: O selicha Zeit, usw. 3. Horch, wie de Glockn klenga ons zu en stiller, heilicher Nacht, on fromma Kinder senga: Eich is heit Friedn gebracht. Refr.: O selicha Zeit, usw. 4. O komm doch heilicher Friedn on klopp an jedn Fansterla ah, zieh ei en alla Harzn, deß jeder senga kah: Refr.: O selicha Zeit, usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Himmelschlüssele, blüh! Draußen is wieder schie, draußen is wieder fei, 's is dr Winter verbei. Himmelschlüssele, blüh, draußen is wieder schie. 2. 's Bachel rauscht dorch'n Wald, 's is aah nimmer su kalt, 's singt jeds Vögele fruh, fliegt senn Nastl schu zu. Himmelschlüssele, blüh, draußen is wieder schie. 3. 's werd dr Sunntig ball sei, noochert kumm ich vorbei, namm dich miet dorten hi, wu dos Haisel tut stieh. Himmelschlüssele, blüh, draußen is wieder schie. 4. Himmelschlüssele gieh ze menn Madel miet hi! Söllst dos Schlüssele sei in ihrn Herzen tief nei. Himmelschlüssele, blüh, draußen is wieder schie.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Wenn de Blümla nimmer blüha un kaa Vögela läßt meh sei Liedel schalln, wenn de Vugelbeer rut glüha, ven de Baamer de Blätter falln. Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit. Schafft fest Haazing rei, 's muß warm im Stübel sei, wenn's im Winter stürmt un schneit. 2. Gieht de Sonn schu übern Tog ei un der Naabel drückt sich an de Fanster ra, wenn de langa finstern Obnd sei, kriecht mer wieder an Ufen na: Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit. Schafft fest Haazing rei, 's muß warm im Stübel sei, wenn's im Winter stürmt un schneit. 3. Sieht mer hie un do de Robn fliegn, un der Wind saust frostig über Wies un Wald, tut's von weiten schu nooch Schnee riechn, hinnern Barg haar su eisig kalt: Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit. Schafft fest Haazing rei, 's muß warm im Stübel sei, wenn's im Winter stürmt un schneit. 4. Is de Gongazeit verschwunden, Lust on Lieb verrauscht, vorbei de schännsten Gahr, hot es Herz sei Ruh gefunden, is der Mensch alt, sei weiß de Haar: Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit. Schafft fest Haazing rei, 's muß warm im Stübel sei, wenn's im Winter stürmt un schneit.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Mundart

Schlaf, mei Kinnla, schlaf, da Vata hit die Schaf. D'r Muater steht ihr Spinnrad still, wei's Kinnla jetzt ni schlafn will.

Hörprobe
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Ihr Kinner, ehrt de alten Leit on greift geleich an Hut, wenn ihr enn alten Menschen saaht, grüßt artig, racht on gut. 2. E alter Mensch, daar is gerod als wie e alter Baam, der hot schu maning Storm erlaabt in senn langmachting Laabn. 3. Ob arm, ob reich, es blebbt sich gleich, e alter Mensch is alt. 'r war aah e Mol gong, 'r war aah e Mol schie, gerod war sei Gestalt. 4. On wenn e alter Mensch wos sogt, dos is gemaangtlich wahr, daar hot schu manichs dorchgemacht die vieln, die lange Gahr. 5. Es Alter naa, dos is kaa Schand, dos is ene gruße Genad, ven Herrgott drubn, daar hot sei Freid, daar macht mit die Alten Staat. 6. Kaa Mensch waß, wie 's 'n werd ergieh, wenn's Alter komme tut, 's war manicher reich zer Gongezeit, on is gestorbn in Nut. 7. Drüm Kinner ehrt de alten Leit on tut ne nischt ze Huh, de Zeit vergieht, wenn 's Alter kömmt, nort gieht's eich aah e su!

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Vergaß dei Haamit net! Su singt jeds Vögele. Vergaß dei Haamit net! Su rauscht der Wald. Es heilt der Storm ons zu in kalter Winterschzeit: Vergaß dei Haamit net, dort is dei Halt! Fest stieh zen Volk, der Haamit trei, su wolln mir Arzgebirger sei! 2. Jeds Blümel wos do blüht, der Wind daar drüberzieht, on's Bachel rauscht ons immer haamlich zu: Vergaß dei Haamit net! Denk a de Gongezeit, wie du derham glücklich warscht on fruh! Fest stieh zen Volk, der Haamit trei, su wolln mir Arzgebirger sei! 3. Als letzten Abschiedsgruß ruft noch der Vater nooch, wenn's Kind verloßen muß es Elternhaus: Vergaß dei Haamit net, on ehr dei Mottersproch! Mog's komme wie's når will, horch, halt fei aus! Fest stieh zen Volk, der Haamit trei, su wolln mir Arzgebirger sei! 4. Wächst aah når Gros dort drubn, is aah der Winter lang, sei doch de Barg vull Wälder frisch on grü. Vergaß dei Haamit net, wenn's noch su aafach is, denn in der Haamit is doch immer schie! Fest stieh zen Volk, der Haamit trei, su wolln mir Arzgebirger sei! 5. Drüm Leit ven Arzgebirg, blebbt aafach, racht on fest, wie onnre Wälder drubn of grüner Flur. On loßt ons alle Zeit echt deitsche Brüder sei on gabt en Handschlog drauf zen alten Schwur: Fest stieh zen Volk, der Haamit trei, su wolln mir Arzgebirger sei!

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
ORIGINALAUFNAHME · 1921–1929 · PD
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Mundart

S'Heederfraal geht übers Feld, singt a Liedla durch die Welt. Heederfraal mit'm retn Rock, 's Herz is vull von Heimatlock.

Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Mundart

Wenn d'r Frühjohr kümmt ins Land und dr Fichtelberg entstrahlt, zieh'n mr widdr übers Kammgebirg wie's d'r Brauch is von altersher.

Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Wenn de Vugelbeer blüht, o wie schie deß dos sieht, 's is als wenn lauter Schneeballn ven Himmel rei in Laab falln. Wenn de Vugelbeer blüht! 2. Wenn de Vugelbeer blüht, freit sich Herz on Gemüt, 's is a Summa on Klinga, loßt ons wannern on senga, Wenn de Vugelbeer blüht! 3. Wenn de Vugelbeer blüht, wu der Waag hamwärts gieht, alle Blümla of de Wiesen tunne duftig ons grüßen, Wenn de Vugelbeer blüht! 4. Wenn de Vugelbeer blüht, Walt, nort Gott dich behüt! Ich steig in Gebirg nauf, dorten gieht ann es Herz auf. Wenn de Vugelbeer blüht! 5. Wenn de Vugelbeer blüht, sing ich dankbar a Lied: Herrgott dir dank ich 's racht schie, weil ich dorten drubn derham bi. Wu de Vugelbeer blüht!

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Mundart

Schwarzbeern, Schwarzbeern, su gut! Wer se ne kennt, dr kennt ka Glück. Drnah'n am Bach steht'r Strauch, mit'm blaun Geschick zurück.

Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Frisch ihr alten Kameraden, heit sing mer e Mol e Lied. Gieht alle z'samm in gleichen Schritt, ihr hinten dra singt aah fest mit. Waar schützt de alte traute Haamit en ganzen Volk zer Ehr, of Berg on Tol, in Stadt on Land, dos is de Feierwehr. Denn in Gefahr, in Lust on Freid, in Feierschnut, in Kampf on Streit, en Nächsten zer Wehr on Gott zer Ehr is immer hilfsbereit ze jeder Zeit de Feierwehr. Gut Schlauch, gut Wehr, gut Schlauch, dos is Feierwehrmanns-Brauch. 2. Be Storm on Blitz on Ugewitter, wenn's irgndstwu brenne tut, do rückt nort a ve kreiz on quer mit Spritz on Schlauch de Feierwehr. On is de Feierschglut gedöbert, nort kehr mer lustig ei, on löschen aabn, wu 's brenne tut, gelöscht muß alles sei. Denn in Gefahr, in Lust on Freid, usw. 3. Doch be Lust on Fastlichteiten, do rück mer alle aus, ob gruß, ob klaa, ob arm, ob reich, be der Feierwehr sei alle gleich, drüm bleibn mr gute Kameraden in Freid on in Malär, on rufen laut aus voller Brust: Gott schütz de Feierwehr! Denn in Gefahr, in Lust on Freid, usw.

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. Itze is ober doch zen Lachen, es kömmt ann v'r, als hätten se gerod, wos se itze f'r Mode machen, alle z'samm en Kinnerspoot. Leitle, sei dos olbere Zeiten heit ze Tog doch ganz gewieß, weil mer nimmer ka onterscheiden, wos e Mannel on e Weibel is. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 2. De Maad die laafen röm in Hufen, schneiden sich o de lange Z'pp, daß mer denkt's sei Maurerpensel, on dos haaßen se Bubik'pp; tunne raachn wie e Wörschtlelufen Zigeretten on trinken Wei, Bier on Schnaps als wie de Mönner, ginne halb nackit in Wirtshaus nei. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 3. Sister fei Drohtbinder komme, 's Paulinel hot noch jed's gekannt, dos hatt lange schwarze Zudeln, is mit Mausfalln römerannt. Wenn dos h'tt e Mol s'lln denken, daß ne de Maad on Weiber ehrn, Trogn sich itze nooch seiner Mode, als wenn's lauter Paulinle w'rn. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 4. On de Bossen on de Mönner fange aah fremde Mode a, fanne aus wie ogelackt on wie e wos ze Huh geta. Lossen sich kan Bart meh wachsen, reden ve deitscher Art on Sitt, on derbei do machen se fluggis jede fremde Mode mit. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 5. Of'n Tanzbuden spielt de Musik: Timtiterim on timtitirem, on do wackeln se wie de Anten hi on haar on röm on nöm, ganz maschlachtig tunne se b'ken ugezugene Lieder heit, on singt aaner e orndlichs Liedel, haaßt's, dos war Altmodischkeit. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 6. 's werd schu noch e su weit komme, de Maad die m'ssen zen Militör, dorten m'ssen se orndlich farbeln mit Tornister on Gewehr. De Bossen m'ssen kochen lerne, putzen, flicken, de Stub auskehrn, bis se sich waarn racht besinne, wu se aagntlich higeh'rn. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 7. Mer k'nnt noch manichs Liedel singe, ve daaner neie Mode heit, ve Seidenstr'mp on korze Kittel, Grußtuerei on arme Leit. Doch es onterliegt kan Zweifel, hat n'r noch e wing Geduld, wenn de liebe Nut werd komme, daß die Mode der Teifel hult. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 8. Maadle, loßt eich net verschandeln, de sch'nnste Zier sei eire Haar, tut of eirer Ehr wos halten, laaft net röm wie e Foosendnarr. On ihr Bossen, tut net fraveln, tanzt net röm wie Klapperst'rch, denn die Gonge-Maaden-Mode verschandelt 's ganze Arzgebirg. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei! 9. M'gn se jubeln, m'gn se lachen, mir bleibn onnrer Haamit trei, deitsche Sitt on deitsche Lieder, deitsche Art on deitsche Trei wolln mer pflegn ze alle Zeiten. Treibn die andern aah ihrn Spott, e Volk wos h'lt of gute Sitten, dan hilft aah der liebe Gott. Sugar de Spatzen lachen, die machen e Mordsgeschrei, mit daaner neie Mode, dos gieht ne aabn net ei!

Quelle ↗
Aufnahme · Erzgebirgische Elbtalmusik
Auf SoundCloud anhören ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —

1. O Arzgebirg, wie bist du schie, mit deine Wälder, ihr Wiesen, Barg on Tol, in Winter weiß, in Sommer grü. O Arzgebirg, wie bist du schie! Be Regn on Sonnenschei, öb's stöbert, störmt on schneit, be Tog on Nacht, obnd oder früh, wie haamlich klingst du doch, du deitsche Mottersproch! O Arzgebirg, wie bist du schie! 2. In Frügahr, wenn der Schnee zetaat, de Wasserle fließen, de Beer blüht in der Haad, wenn's sommt on singt in aller Früh. O Arzgebirg, wie bist du schie! Be Regn on Sonnenschei, öb's stöbert, störmt on schneit, be Tog on Nacht, obnd oder früh, wie haamlich klingst du doch, du deitsche Mottersproch! O Arzgebirg, wie bist du schie! 3. On wenn de Schwarzbeer zeitig sei, de Saasen klinge, wie duftig richt nort's Hei, nort ka mer in de Schwamme gieh. O Arzgebirg, wie bist du schie! Be Regn on Sonnenschei, öb's stöbert, störmt on schneit, be Tog on Nacht, obnd oder früh, wie haamlich klingst du doch, du deitsche Mottersproch! O Arzgebirg, wie bist du schie! 4. In Herbist is su still on leer, is Hei on Haazing rei, rut glüht de Vugelbeer, nort ka mer wieder hutzen gieh. O Arzgebirg, wie bist du schie! Be Regn on Sonnenschei, öb's stöbert, störmt on schneit, be Tog on Nacht, obnd oder früh, wie haamlich klingst du doch, du deitsche Mottersproch! O Arzgebirg, wie bist du schie! 5. On kömmt de liebe Winterschzeit, nort liegt in Frieden de Haamit tief verschneit, mir fahrn mit Schneeschuh drüber hie. O Arzgebirg, wie bist du schie! Be Regn on Sonnenschei, öb's stöbert, störmt on schneit, be Tog on Nacht, obnd oder früh, wie haamlich klingst du doch, du deitsche Mottersproch! O Arzgebirg, wie bist du schie! 6. On wenn ich ve dir scheiden muß, gilt dir ven Harzen der letzte Abschiedsgruß, ze dir do zieht mich's immer hi. O Arzgebirg, wie bist du schie! Be Regn on Sonnenschei, öb's stöbert, störmt on schneit, be Tog on Nacht, obnd oder früh, wie haamlich klingst du doch, du deitsche Mottersproch! O Arzgebirg, wie bist du schie!

Quelle ↗
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):K-121
Mundart

Vugelbeerbamel, Vugelbeerbamel, wie blinkst du su rut und scheen! Dein Blatt is wu anders as andre Lait, dein Frucht kann ke Mensch verstehn.

Hörprobe
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Erscheint auf Karte(n):— keine Postkarten erfasst —
Mundart

Dr Schwammeklaaber geht durch'n Wald, sei Körbl is noch leer. Er suckt und suckt von früh bis spat, bis 'r Schwamme findt, nett mehr.

129 von 129 angezeigt